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förmliche Widerlegungen wol nie anzurathen seyn; lieber privatim, wenn jemand auf so etwas kommt.

Das ist aber nothwendig, sich zum Bekenntnis der Wahrheit vest an einander anzuschliessen, u. dieses getrost zu treiben. Denn das Bekenntnis der Wahrheit ist ja an sich schon eine Widerlegung der Unwahrheit, und man treibt dieses Bekenntnis auf der Kanzel grade nicht darum allein, weil heut zu Tage öffentlich in der christlichen Kirche dagegen angegangen wird, sondern weil der Same des Unglaubens u. des Irrthums von Natur in aller Menschen Herzen steckt. Und in so fern kan Widerspruch mit Benennung der Unwahrheit gar wohl Statt finden, ja so gar nöthig seyn. Ein Bruder drückte dieses so aus: Wenn wir unsern Zuhörern sagen: Das ist eine gottlose Lehre, wenn vorgegeben wird, der Mensch könne aus eigner Vernunft

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 479. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/485&oldid=- (Version vom 13.6.2025)