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Ein Prediger warf die in den vorigen Conferenzen schon mehrmals vorgekommene Frage auf: Woher es komme, daß bey der allgemeinen Bereitwilligkeit Gottes, alle Menschen in Christo zu Seinen Kindern anzunehmen, u. da das Heil dem einen so wie dem andern erworben sey, dennoch einige selig würden, u. andre verloren gingen?
Man beantwortete diese Frage folgendergestalt: daß die Schuld eben in dem Willen des Menschen zu suchen sey, nach dem Ausspruch des Heilandes: Jerusalem, Jerusalem – wie oft habe ich deine Kinder versamlen wollen, wie eine Henne versamlet ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt. Wolte man weiter gehen, u. z. E. fragen: aber warum will dieser, jener aber nicht? so würde man in einen Labyrinth gerathen, aus dem unser Verstand niemals den Ausweg finden könte. Der selige Bischof Amos Comenius hat in einer
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 495. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/501&oldid=- (Version vom 15.6.2025)