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hatte. Nach einer sünderhaften Darlegung seines Herzenszustandes schreibt er unter andern: „So wie mein innerer Herzensgang unter der Zucht u. Gnade des heiligen Geistes steht; so kan ichs auch zum Preise Jesu, der da was schafft, wo nichts ist, demüthig u. gebeugt bekennen, daß es auch so mit der Führung meines Amtes ist. Unaufhörlich erinnert mich der heilige Geist daran, daß alles Predigen, Abendmahl halten, Taufen, Krankebesuchen, Kinder informiren müsse mit Jesu Blut besprengt werden. Besonders fallen mir auch oft die Worte Lutheri aufs Herz, wenn ich eine Amtsverrichtung habe: „als handelte unser lieber Herr Christus mit uns selber.“ Oft möchte ich vor Schaam u. Beugung niedersinken, wenn ich gewahr werde, daß Er sich auch in diesem wichtigen Theil mit mir abgibt, u. mich darinn mehr u. mehr durch die Pflege des heiligen Geistes nach Seinem Sinn gestalten will. O wenn doch Ihm zu Ehren all
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 497. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/503&oldid=- (Version vom 15.6.2025)