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der Versicherung des Kranken nicht hat glauben wollen, u. der lezte gleichwol auf diese seine Ueberzeugung selig aus der Zeit gegangen ist. In andern Fällen, wovon Pastor Reichel aus Neukirch einen ihm erst ganz kürzlich vorgekommenen erzehlte, findet man wiederum, daß die Gnade Gottes einen unbußfertigen Menschen, der vor der Menschen Augen unbescholten gelebt hat, u. deswegen mit Freudigkeit zu sterben zu können glaubt (wenn er gleich zugibt, daß er wol einmal aus Schwachheit gefehlt haben könte) am Ende doch noch zu einem wirklich bußfertigen Sünder macht. Viel mit dem Kranken zu expostuliren, wird hier überhaupt nicht helfen, sondern der Prediger nutzt von dem ihm etwa bekannten Lebenswandel desselben, so viel sich nach den Umständen thun läßt, merkt dabey auf die Leitung des heiligen Geistes, u. überläßt das übrige der Gnade Gottes.

Einer von bemeldeten Predigern schreibt:

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 509. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/515&oldid=- (Version vom 19.6.2025)