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„Als ich die Erweckten (meines Kirchspiels) in ihren Versamlungen besuchen wolte, so bedeuteten sie mich, es unterwegens zu lassen, indem mein Besuch eine Veranlassung seyn würde, daß die Gemeine sich darüber empörte, u. mich wegschicken möchte: denn den Versamlungen war sie je u. je gram. Den Gutgesinnten wäre es aber leid, wenn sie ihren Evangelischen Prediger missen müßten. Sie seyen zufrieden, wenn sie nur meinen Predigten u. Kinderlehren beywohnen könten, denn darinn sey Anweisung genug zur ewigen Glückseligkeit. Das waren ihre oft wiederholte Aeusserungen gegen mich, wenn ich meinen Wunsch, ihren Versamlungen beyzuwohnen, bezeugte. Ja sie versicherten mich, es würde ihnen nicht wohl dabey seyn, wenn ich nur einmal sie besuchte. Nun weiß ich nicht, was ich hierin weiter vornehmen soll: ob es rathsam wäre, mich ihnen wider Willen aufzudringen?“
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 510. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/516&oldid=- (Version vom 19.6.2025)