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müßt ihr nicht festsetzen, daß ihr immer Recht krigen werdet, denn eure Klage kan eben so leicht ungegründet als gegründet seyn. Und wenn ihr dann sehet: ich habe den Bruder nicht recht verstanden; so muß es euch nicht schwer werden, dem Bruder es abzubitten, von dem ihr glaubtet beleidigt worden zu seyn, u. zu gestehen, daß ihr gefehlet habt; damit nichts zurückbleibe, was das Vertrauen auf beyden Seiten stören könte. Habt ihr mich verstanden? Diese Frage wurde von den Jünglingen u. Knaben mit einem einstimmigen Ja beantwortet. Darauf fuhr Bruder Reichel fort: Ja, glaubt es sicher, lieben Herzen, daß der Gehorsam der sicherste u. beste Weg ist; und solte es euch auch bisweilen schwer werden, so ist es doch immer das beste für euch, ihr werdet es in der Folge selbst einsehen. Ich habe von erwachsenen Brüdern mehr als einmal gehört, daß sie gesagt haben:
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 543. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/549&oldid=- (Version vom 3.7.2025)