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diesen zusammen hängt, betrift die Offenherzigkeit. Die Offenherzigkeit verlangen wir deswegen nicht von euch, um alles zu wissen, was bey euch vorgeht; denn es kan uns nichts helfen, wenn uns ein Knabe das schlechte aufdeckt, was in seinem Herzen ist, es beschweret uns ja vielmehr. Wenn mir ein Knabe etwas schlechtes klagt, so nehme ich den genauesten Antheil daran, habe Mitleiden mit ihm; u. der Heiland wird mir Gnade geben, dem Knaben einen guten Rath zu geben. Es ist beßer für ihn, u. dient ihm zur Erleichterung, wenn er seine schlechte Sachen heraussagt. So kan ein Knabe z. E. eine Neigung zum Ungehorsam, zur Trägheit, zur Nachlässigkeit, eine Gleichgültigkeit gegen den Heiland, eine Abneigung gegen einen Bruder fühlen; zuweilen entstehen auch andere Gedanken, über Sachen, worüber man billig erschrickt: und da ist es schon recht gut, daß ein Knabe mit
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 545. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/551&oldid=- (Version vom 3.7.2025)