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an sein Herz legen; ob ich es aber kan, werde ich aus der Natur der Sache sehen; sage mirs nur erst. Und dann werde ich ihm antworten: Dies, was du mir hier sagst, werde ich sonst niemand sagen; dies aber, was du mir da sagst, darüber muß ich mit den lieben Brüdern, oder mit dem u. jenem Knaben reden. Versteht mich recht. Die Verschwiegenheit ist uns heilig, wir wollen sie gewiß beobachten; ihr müßt sie nur nicht auf solche Fälle ausdehnen, da sie für andre nachtheilige Folgen haben könte. Freilich kan man die Offenherzigkeit nicht erzwingen, wir wissen, daß sie der Heiland selbst schenken muß. Will jemand etwas bey sich behalten, so wisse er, der Heiland sieht ins Herz, weiß alle seine Gedanken, wie David sagt: Herr, Du verstehest meine Gedanken von ferne. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht weissest, Ps. 139,2.4. So kan einer verschiedene

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 548. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/554&oldid=- (Version vom 3.7.2025)