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Wochen, Vierteljahre oder wol noch länger hingehen, u. muß Jahre lang den Schaden davon empfinden; da er doch, wenn er die Sache gleich gesagt hätte, in ein paar Tagen oder in einer Woche wieder in einen seligen Gang hätte kommen können: und da kan es dann geschehen, daß man es hernach mit hundert ja tausend Thränen beweint, daß man nicht offenherzig gewesen. So sehr ich aber auch die Offenherzigkeit gegen die Brüder empfehle, so will ich euch doch herzlich bitten, niemals mit einander von Sachen zu reden, die einem oder dem andern schädlich werden könten, u. dadurch der eine dem andern zum Verführer wird. Davor hütet euch durch Gottes Gnade.

Mit der Offenherzigkeit will ich noch die dritte Materie verbinden, u. von der der Offenherzigkeit ganz entgegen gesezten Heucheley reden. Davon sagt der Heiland, daß die Heuchler Ihm abscheulicher

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 549. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/555&oldid=- (Version vom 3.7.2025)