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es noch eure Vorgesezte gewahr worden sind. Wir sind nicht allwissend, hören nicht alles, was geredet wird; wir können u. wollen euch auch nicht so einschränken, daß der Stubenbruder jedes Wort hören müßte, was ihr redet; wir haben es recht gern, wenn ihr munter, ungezwungen u. naturell seyd, wenn ihr erscheinet, wie ihr seyd. Aber weil manchem unter euch etwas vor Augen u. Ohren kommen kan, was wir nicht sehen, hören u. wissen können, u. was auch den Brüdern auf der Stube unbekannt ist; so müßt ihr in dem Theil Treue beweisen. Wenn einer denkt: was der Knabe sagt, ist wol nicht gut; das, was die miteinander gemacht oder geredet haben, kan zu einer bösen Sache ausschlagen, das solte ich wol anzeigen; aber als dann könte man mich einen Verkläger meiner Brüder, meiner Mitgespielen nennen, da könte es heissen: der sagt alles wieder, dem kan man nicht trauen – – So sagt mir doch, lieben Knaben, wem

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 559. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/565&oldid=- (Version vom 7.7.2025)