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Segen dadurch nimmt, u. ihm schädlich wird. Wenn ihr auf den Saal geht, einen Ort, wo Gott besonders gegenwärtig seyn, u. uns segnen will, so müßt ihr immer den Sinn haben: ich will mir von dem, was der Bruder sagt oder lieset, hauptsächlich das merken, was heute das beste für mich ist. Man kan in dem raisonniren so weit gehen, daß man sich an seinen Lehrern u. auch an dem Heiland selbst versündigt: u. das ist dann ein Spottgeist. Wenn man über andre spottet, sich freuet, wenn man an einem andern einen Fehler findet, mit den Schwachheiten andrer sich was zu gute thut: glaubt gewiß, das mißfällt dem Heiland. Geschieht das nun vollends über Brüder, die euch der Heiland vorgesezt hat, so ist das etwas, das euch unmöglich Segen bringen kan. Es ist so was garstiges um den Spottgeist, daß einer den andern ansteckt; es ist eine Art einer wirklichen Verführung, indem man
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 564. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/570&oldid=- (Version vom 8.7.2025)