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die Fehler seiner Nebenmenschen mit Lieblosigkeit darstellt, u. andre dadurch reizt, über sie zu lachen u. verächtlich zu denken. Das alles kommt nicht vom heiligen Geiste, sondern aus unserm verdorbenen Herzen. Das gute Zutrauen gegen einander wird dadurch unterdrückt u. gestört, u. es entfremdet das Herz vom Heiland. Erschreckt daher, wenn euch so etwas anwandelt; es ist ein böses Ding damit, es wächst mit einem zugleich, ihr nehmt es mit nach Barby, u. schon mehr als einer hat sich dadurch von der Gemeine u. dem Heiland entfernt, u. ist ins Unglück gerathen, weil er die Achtung gegen seine Vorgesezten, u. dann auch gegen das Wort Gottes u. gegen den Heiland selbst verloren hatte.
Ges: O Lamm, so heilig, rein u. gut: Dein’ unbefleckte Jugend, u. dein für uns vergoßnes Blut verhelfe uns zur Tugend!
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 565. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/571&oldid=- (Version vom 8.7.2025)