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Gemeine Sinn sich zu richten. Das müssen alle bedenken, die aufgenommen werden wollen, u. sich darnach prüfen. Haltet die Aufnahme in die Gemeine ja nicht für einen äusserlichen Vorzug, oder für eine Ehrenstufe; daß ihr nicht etwa blos aus Schaam darum anhaltet, weil ihr glaubt –: Es ist doch nicht hübsch, wenn ich der einzige auf meiner Stube seyn solte, der nicht aufgenommen ist; man sieht mich gar nicht so an wie die andern – Aus dem Grund müßt ihr nie um die Aufnahme bitten. Es muß eine wirkliche Ueberzeugung im Herzen eines Candidaten zur Aufnahme seyn, daß unser Heiland ihn zu seiner Blutgemeine gebracht hat. Das bitte ich euch zu bedenken. Und diejenigen, die schon aufgenommen sind, werden sich diesen Sinn vom Heiland aufs neue schenken u. bestätigen lassen.
Der Genuß des heiligen Abendmahls, meine
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 575. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/581&oldid=- (Version vom 9.7.2025)