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so wird er von seinem Chorhelfer aufgemuntert werden, als ein armer Kranker hinzu zu nahen. Ist es aber etwa, daß ein Jüngling oder Knabe denket: ich kan das nicht los werden, ich kan oder vielmehr ich will die Sache dem Heiland noch nicht hingeben, oder regiert Eigenliebe oder Weltlust im Herzen: so thut doch an euch selbst die Treue, u. bleibt für dasmal zurück. Laßt nur nicht den Gedanken bey euch aufkommen, daß es eine Schande sey, vom heiligen Abendmahl wegzubleiben. So wenig wir essen, wenn wir nicht hungrig sind, so wenig wir einen Kranken nöthigen Speise zu sich zu nehmen, wenn er keinen Appetit hat, und niemand darüber etwas einfällt; so wenig müssen wir zum Genuß des heiligen Abendmahls gehen, wenn wir keine lebendige Sehnsucht nach Jesu u. seiner Gnade in unserm Herzen fühlen. Wenn wir aber jemand, der in einer schlechten Herzenssituation ist, vom heiligen Abendmahl zurückweisen,
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 579. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/585&oldid=- (Version vom 9.7.2025)