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denken müßt, und diese Aufgaben werden nach u. nach immer schwerer, damit ihr auch almählich euch gewöhnt eure Seelenkräfte mehr anzustrengen; sie zeigen euch dann, wo ihr es getroffen habt, wo die Gedanken selbst falsch sind, oder wo ihr nur im Ausdruck u. in den Worten gefehlt habt. Und da will ich euch herzlich bitten, es in dem Theil euren Docenten nicht schwer zu machen, sondern alles zu thun, was bey euch steht, um den Brüdern ihre Arbeit u. Mühe (denn es ist in der That nichts leichtes, Tag vor Tag zu unterrichten) zu erleichtern u. zu versüssen; das ist eure Pflicht. Ihr müßt dabey auch bedenken, daß ihr durch Trägheit u. Mangel des Fleißes nicht allein euren Brüdern ihren Beruf schwer macht, sondern auch, daß ihr es euren Eltern, ja der ganzen Brüderunität, für die ihr hier erzogen werdet, schuldig seyd, so
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 587. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/593&oldid=- (Version vom 16.7.2025)