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Ich habe schon ein andermal erinnert, muß es aber nochmals wiederholen, daß wir in der Gemeine die Gelehrsamkeit nicht als einen besondern Vorzug ansehen, u. deswegen von unsern Mitbrüdern nicht geringer denken, weil sie keine Gelehrte sind. Ein Bruder, der sich mit seinen Händen müht, ist uns in seinem Theil eben so wichtig, eben so lieb als ein Gelehrter. Jeder sey nur das, was er ist, ganz. Soll ein Knabe ein Schreiner werden, oder ein Schuhmacher oder ein Schneider, so muß er suchen es dahin zu bringen, daß er kein Stümper sey, u. seine Sache ganz lernen. Da ist es dann sehr billig, daß auch ihr, die ihr zum Studiren bestimmt seyd, von ganzem Herzen alles thut, um auch das wirklich zu werden, was ihr seyn sollt; sonst könnt ihr ins künftige nicht nützlich seyn. Denn es geht mit den Gelehrten oder Studirten eben so, wie mit andern Menschen: wenn sie das nicht recht können, was sie sollen, so können sie

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 593. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/599&oldid=- (Version vom 17.7.2025)