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an euch, von der ich wünschte, daß sie ein jeder recht zu Herzen nähme. Sie betrift etwas ganz alltägliches, nemlich das lesen u. schreiben. Denkt nicht: das ist ja eine Kleinigkeit, das kan ich schon; es ist schon genug, wenn ich nur allenfalls Buchstaben machen kan, die man zur Noth lesen kan. Glaubt, daß es eine Hauptsache ist, daß ihr eine leserliche Hand schreiben lernt. Wir, die wir bey Tag u. Nacht so viel geschriebenes zu lesen haben, erfahren es am besten, was es heißt, etwas schlecht u. undeutlich geschriebenes lesen zu müssen. Wir lesen einen jeden schön u. deutlich geschriebenen Brief mit Danksagung. Es ist in unsern Gemeinen eine ganz unentbehrliche Sache, u. jeder von euch kan versichert seyn, daß er einmal wird viel zu schreiben haben; ihr müßt euch daher befleißigen, recht schön u. deutlich u. zugleich auch richtig schreiben zu lernen.
Mit dem Lesen ist es eben so. Es ist
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 595. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/601&oldid=- (Version vom 17.7.2025)