Seite:GN.A.250 Gemein-Nachrichten 1788,5.pdf/615

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

seyn: so beschweret er sich mit einer Sorge, deren er ganz überhoben seyn kan; das ist gar nicht eure Sache, darüber zu denken. Wir haben darinn in der Gemeine überhaupt einen großen Vorzug vor der Welt, daß wir nicht alle die, oft sehr wunderliche Moden mit zu machen brauchen. Und es wäre ja närrisch u. wunderlich, wenn wir es anfangen wolten, da alle verständige Menschen uns glücklich preisen, daß wir von einer so großen Last befreyet sind; sie halten uns darum doch nicht für absurde Menschen, sondern wünschten sich selbst gar sehr dieses große Glück, können es aber oft nicht helfen, weil sie in manchen Stücken genöthigt sind mitzumachen. Unsre Knaben haben es nun vollends gar nicht nöthig sich nach der Mode zu richten, u. es wäre wunderlich, wenn ihr es thun woltet, da doch wir erwachsene Geschwister uns nach unserm Gutbefinden kleiden, u. nur darauf sehen,

Empfohlene Zitierweise:
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 609. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/615&oldid=- (Version vom 18.7.2025)