Seite:GN.A.250 Gemein-Nachrichten 1788,5.pdf/616

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

daß es ordentlich, reinlich u. decent sey, darnach aber gar nicht fragen, wie es die Leute ausser uns machen. Ueberdies ist es keine geringe Geldersparnis, weil die Moden sich fast alle Jahr ändern. Da wäre es also sehr sonderbar, wenn ihr anfangen woltet hier in Niesky, wo ihr alleine seyd, wo euch niemand als ihr selber unter einander sehet, und Besuchende nur Reinlichkeit, Ordnung u. Sittsamkeit von euch erwarten, auf das Mitmachen der Moden zu denken. Hört also lieber ganz u. gar auf, darüber zu denken, wie ihr gekleidet seyd, u. überlaßt die Sorge ganz uns u. euren Vorgesezten, denn es ist um jeden Augenblick Schade, den ihr euch damit beschäftiget. Noch dazu muß ich euch sagen, daß es recht absurd herauskommt, wenn in der Gemeine etwa unsre jungen Brüder es der Welt nachmachen wolten; denn sie treffen es doch nicht, denn gemeiniglich, wenn sie es anfangen, ist es schon wieder

Empfohlene Zitierweise:
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 610. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/616&oldid=- (Version vom 18.7.2025)