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ausser uns eine andre Mode. Dafür, daß ihr decent u. wohlanständig erscheinet, wird gewiß gesorgt werden. Auswärtige Herren u. Freunde, die euch besuchen wissen schon, daß wir nicht affectiren die Weltmoden nachzumachen. So ist es auch billig, daß ihr eure Haare ohne viel Umstände in Ordnung bringt, euch den Kopf nicht hoch aufkräuselt, u. viel Puder hineinstreut, da so gar alle verständige Leute in der Welt jezt anfangen sich so simpel u. so leicht als möglich auf dem Kopfe zu tragen. Seht nur darauf, daß ihr ordentlich erscheint, u. nichts auffallendes, nichts unreinliches an euch blicken laßt. Die Kleinigkeiten, die das nähere darin bestimmen, werden eure lieben Brüder schon besorgen, u. ihr werdet es gern annehmen.
Jezt habe ich noch etwas über die nöthige Sparsamkeit mit euch zu reden. Allerdings ist es unsre Sorge, daß nicht zu viel aufgehe, und daß ihr beyzeiten denken lernt, daß alles Geld kostet.
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 611. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/617&oldid=- (Version vom 19.7.2025)