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zu bitten. Die Brüder wissen die Orte, wo ihr nicht hingehen sollt, u. sie werden es euch sagen. Das häufige Besuchen auf andern Stuben schickt sich überhaupt nicht. Ein Knabe kan wol auf einer andern Stube dann u. wann besuchen, wenn es aber zu oft geschieht, so entsteht Unordnung daraus; wenn es in den gehörigen Schranken bleibt, so wird es euch nicht versagt werden. Merkt euch das, u. denkt nicht, die Brüder seyn zu hart. Nein, sie haben sich dazu in den Hausordnungen vor dem Angesichte des Heilands verbunden, über Ordnung zu halten. Bey den Besuchen auf andern Stuben will ich etwas erinnern, was überhaupt euren Umgang unter einander betrift. Wir sehen das recht gern, daß ihr einander lieb habt, es muß aber diese Liebe allgemein seyn. Ihr habt einer wie der andere die Gnade, in der Pflege der Gemeine zu seyn, für den Heiland erzogen zu
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 616. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/622&oldid=- (Version vom 19.7.2025)