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werden, einer wie der andre ist dazu bestimmt, ein Eigenthum des Heilands zu werden, u. deswegen darf keinesweges Bitterkeit oder Feindschaft gegen irgend einen bey euch Statt finden. Aber es kan doch leicht geschehen, daß einer gegen den andern eine vorzügliche Neigung fühlt; und das ist eine Sache, die er gar nicht geheim zu halten oder zu verbergen nöthig hat, er braucht sich deswegen gar nicht zu schämen, wenn die Freundschaft einen guten Grund hat, u. sich darauf bezieht, einander zum Fleiß aufzumuntern, oder sich zur Liebe u. Treue gegen den Heiland zu verbinden. Die Gelegenheit zu einer besondern Freundschaft kan etwa daher entstehen, weil ein paar Knaben Kinder solcher Eltern sind, die sehr nah verwandt, oder sehr gute Freunde sind. Das ist eine Sache, darüber ihr euch gar nicht zu scheuen habt. Sobald aber die Brüder eine besondere Neigung oder Anhänglichkeit bey zweyen von euch gewahr werden, u. sehen, daß kein guter u. heilsamer

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 617. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/623&oldid=- (Version vom 19.7.2025)