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Zweck dabey zum Grunde liegt, so wäre es gegen ihre Pflicht, es ungewarnt hingehen zu lassen. Wenn z. E. ein paar Knaben in Vertraulichkeit über ihre vorgesezte Brüder oder über die Ordnungen mit einander raisonniren, so kan das euch ja unmöglich verstattet werden; denn wie sehr schädlich dies sey, ist uns klärer als euch. Gründet sich aber die Freundschaft auf etwas unschuldiges, u. ermuntert ihr euch gegenseitig zur Treue gegen den Heiland u. zum Fleiß in eurem Beruf, so werdet ihr das nicht verbergen. Merkt man aber, daß zwey Knaben lieber heimlich als laut mit einander reden, so müssen wir dergleichen um der schädlichen Folgen willen, die es haben könte, u. um unsers Gewissens willen unterbrechen. Es ist wol etwas sehr schönes, wenn sich Knaben vor dem Heiland verbinden; doch ist das eigentlich etwas allgemeines, u. ihr seyd ja oft beysammen vor dem Heiland, um diesen

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 618. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/624&oldid=- (Version vom 19.7.2025)