Seite:GN.A.250 Gemein-Nachrichten 1788,5.pdf/627

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

kan ein Knabe dadurch den andern, der nicht ans Böse gedacht hat, auf Gedanken bringen, die ihn an Leib u. Seele ruiniren; ja es kan so weit gehen, daß es von bösen Gedanken u. Begierden zu schändlichen Handlungen kommt, die wider die Seele streiten, davon uns unser eigen Herz u. Gewissen, ja Gott selbst sagt, daß es Sünde u. Schande ist. Kommt das nun dazu, daß einer dem andern sagt: du must das nicht gestehen, sage nichts davon, auch wenn man dich darum frägt – so ist das noch ärger; da geräth man gar in das Laster des Lügens, das vom Vater der Lügen, dem Teufel, herkommt. Hütet euch also doch um Gottes willen vor dergleichen Dingen. Ihr seyd alle in diese Anstalt aufgenommen, u. sollt als ein kostbares depositum, das uns vom Heiland anvertrauet worden, der euch mit seinem Blute erkauft hat, zur Ehre Gottes erzogen werden. Wenn sich aber einer dafür nicht warnen läßt, so muß man

Empfohlene Zitierweise:
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 621. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/627&oldid=- (Version vom 2.8.2025)