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zu werden, u. er alle Tage mit dem Heiland redet; so wird sich sein Herz an Ihn gewöhnen, mit Seiner Liebe angefüllt u. voll davon werden; u. weß das Herz voll ist, deß geht der Mund über. (Matth. 12,3.)

So gut wie leibliche Nahrung zum Bestehen gehört, eben so nothwendig ist zum geistlichen Leben, sich an Ihm zu erquicken. Es werden sich schon Minuten u. Viertelstunden finden, da ihr euch mit Ihm unterhalten könnet; wenigstens solte es doch geschehen, wenn ihr euch zu Ruhe leget, u. des Morgens, wenn ihr aufstehet. Wenn man sich in sein Bett legt, so denkt billig ein jeder: Nun ist wieder ein Tag vorbey; wie habe ich ihn zugebracht? habe ich ihn gut u. löblich angewendet? Habe ich meine Berufsarbeit an demselben treulich ausgerichtet? Ist nichts vorgekommen, wodurch ich den Heiland betrübt habe? bin ich in Seiner Erkenntnis weiter gekommen, oder bin ich leichtsinnig u. unachtsam gewesen? habe ich etwas geredet, das nichts

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 635. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/641&oldid=- (Version vom 4.8.2025)