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sagt: Lasset uns von aller Befleckung des Fleisches u. des Geistes uns reinigen (2 Cor. 7,1.) Das kan einen armen Knaben so plagen, daß endlich gar in seinem Körper böse u. sündliche Regungen entstehen, u. er dadurch in Ausübung fleischlicher Lüste gerathen kan.

Stolz, Eigenliebe, Selbstgefälligkeit, daß man sich beßer dünkt als andere, Neid, Misgunst gegen andre, das sind eben so garstige Dinge, die sich aber auch schon bey euch finden können; ja es kan wol auch schon die Begierde etwas zu haben, oder etwas nicht wegzu geben, was man doch entbehren könte, euch plagen. Auch der Ungehorsam, die Neigung zur Ungebundenheit, seinen eigenen Willen haben zu wollen, u. sich einbilden: ich kan schon selbst das erwählen, was das beste für mich ist – das sind alles schädliche Sachen, die die Seele verunreinigen. Wenn ihr aber dazu gelangt, was Paulus hier sagt – wie es gewiß durch

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 641. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/647&oldid=- (Version vom 5.8.2025)