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Sünde, sondern Dir leben können, daß wir nicht der Sünde dienen müssen, sondern frey werden können von aller Ungerechtigkeit u. von alle dem Bösen, dem wir sonst nicht widerstehen könten.
Allerliebster Heiland, Du hast dir ganz besonders diese hier gegenwärtige Knaben dazu ausersehen, daß sie Deine Gnade u. Liebe u. Dein Erbarmen in ihrem Herzen gewahr werden sollen. Sie sind Dir von Jugend auf dazu gewidmet, sie haben Deine Liebe schon oft in ihrem Herzen gefühlt, Du hast sie durch Dein Liebeserbarmen an Dich gezogen, u. sie Deine Freundlichkeit schmecken lassen. Sieh es in Gnaden an, wenn sie zu Dir rufen; wenn sie zu Dir nahen, so höre ihr Flehen. Befreye sie von allen bösen Dingen, laß sie in ihrem Herzen fühlen, wie willig Du bist, ihnen zu Hülfe zu kommen in ihrer Schwachheit. Schenke einem jeden von ihnen den ganzen Sinn, Dich
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 647. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/653&oldid=- (Version vom 5.8.2025)