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drey Kinder, von denen ich das älteste war, und kein Brod. Ich muste daher schon in meinem 9tn Jahre einen Dienst suchen, aber bey meiner ersten Herrschaft hatte ich nicht satt Brod zu essen. In diesem Dienste erfuhr ich eine besondere Bewahrung zur Errettung meines Lebens. Da ich in einen Sandberg hineinging, um Sand zu holen, so fiel derselbe, weil er schon stark ausgehohlt war, über mich zusammen, u. ich lag darunter begraben, ohne mir helfen zu können. Ein Herr aber, der eben da spatziren ging, vermuthete, was geschehen war, fing an zu arbeiten, u. holte mich glücklich heraus. In meinem 15tn Jahre bekam ich eine Krankheit, die 6 Jahre dauerte, wobey ich alles zusezte, was ich verdient, u. Kleider nebst allem, was ich hatte, verkaufen muste. Nun sahe ich mich nach einem guten Dienst um, u. ging zu einer Frau Namens Golzin, einer Schwägerin des Bruders Sack. Sie sagte:
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 653. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/659&oldid=- (Version vom 6.8.2025)