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Meine Tochter, ich muß eine gesunde Dienstmagd haben, ihr aber seyd noch krank. Ich bat sie mit Thränen, sie solte mich nur nehmen, ich hätte das Zutrauen zu Gott, Er würde mich bey ihr gesund machen; welches auch nach der Zeit geschahe. Sie ging fleißig in die Kirche, u. nahm mich auch dahin mit. Da geschahe es dann in meinem 22tn Jahre, daß ich sowol als die Frau, bey der ich diente, in einem Monate durch die Predigten des Dr Schulze in der Altstadt erweckt wurde. Ich kam darauf in ein Selbstwirken hinein, u. mühete u. plagte mich viel, fühlte aber doch oft, daß mich der Heiland gern auf den rechten Weg führen wolte. Meine Herrschaft ging oft in die Versamlungen des Bruders Franz Bahr, auch zum Pfarrer Steinke, u. in verschiedene andre Versammlungen, in die sie auch mich immer mitnahm. Als Bruder Christian David nach Königsberg kam, so begegnete er

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 654. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/660&oldid=- (Version vom 6.8.2025)