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mit ihm zu sprechen, ein solches Gefühl,
daß ich weinen mußte. Ich dachte: Ach
Herr Jesu, gib doch Segen zu seinem
Vorsatz, daß er alle Welt u. auch mich
bekehren möge! Ich hörte bald, daß
ihm viel übels nachgeredet wurde;
auch wurden allerley Lästerschriften
gegen die Brüder in der Stadt ausgestreut;
aber mein Mann u. ich hatten
eine Ueberzeugung in unserm Herzen,
daß sie Kinder Gottes wären. Mein
Mann sagte einmal: „Wenn wir nicht
so arm wären, so wolte ich alle die
Lästerschriften aufkaufen, u. sie ins
Feuer werfen.“ Er kaufte auch wirklich
drey davon, u. warf sie ins Feuer.
So oft Geschwister aus der Gemeine
oft auf ihren Reisen durch Königsberg
kamen, so hätte ich mögen durch alle
Schlösser brechen, um sie zu sprechen,
u. von ihnen etwas vom lieben Heiland zu
hören.“ So weit sie selbst. Nun
fährt ihr Mann, unser Bruder Wende, fort:
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 656. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/662&oldid=- (Version vom 6.8.2025)