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daselbst meine Tuchmacher-Profession, u. wir gingen fleißig nach Gnadenberg. Wir wolten gern Mitglieder der Gemeine werden, musten aber 5 Jahre warten. Im Jul. 1771 wurden wir endlich in die Gemeine aufgenommen, u. im Merz 1772 gelangten wir zum heiligen Abendmahl. Anno 1773 erhielten wir Erlaubnis nach Neusalze, u. 1776 zogen wir hieher nach Gnadenberg. Meine liebe selige Frau war mir eine treue Gehülfin, u. war mir auch durch ihren Wandel u. Herzens-Gang zum Segen. Seit mehr als 20 Jahren war sie kränklich, aber ihr lebhafter Geist richtete ihre kränkliche Hütte immer wieder auf. Wenn ich ihr zuredete, daß sie sich nicht über Vermögen angreifen solte, so antwortete sie: ich mache so lang wie ich kan, wenn ich nicht mehr kan, dann wird der Heiland sorgen, u. mich zu sich nehmen. Am 11 Merz 1787 bekam sie eine hitzige Brust-Krankheit. Da am 14tn die Krankheit bedenklich wurde, u. ich sie fragte, ob sie zum lieben
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 658. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/664&oldid=- (Version vom 6.8.2025)