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Heiland gehen würde? antwortete sie: Ach die Gnade wäre für mich zu groß! Da am 15tn ihre Beängstigungen zunahmen, las ich ihr die Losung vor: „Wenn ich mitten in der Angst wandele, so erquickest Du mich“ p. Ach ja, sagte sie, Deiner kan ich mich getrösten, wenn die Noth am allergrösten! Da sie den Heimgang einer andern Schwester vernahm, sagte sie: Ach wenn mirs doch so gut geworden wäre! Zu Mittage sahe man ihr Ende herannahen. Ich ertheilte ihr den Segen zu ihrer Heimfahrt, u. bald darauf entschlief sie sanft u. selig, im 74tn Jahr ihres Alters.
2.) Die ledige Schwester Charlotte v. Werner in Herrnhut ward geboren d. 2 Merz 1712 zu Oels in Schlesien. Anno 1720 zog sie mit ihren Eltern nach Hannover, wo ihr Herr Vater Adam Balthasar v. Werner, Königlich Groß-Britannischer u. Churfürstlicher Hofrath war. 1729 ging ihre Mutter aus der Zeit. Die selige Schwester wurde von ihrem Vater mit großer
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 659. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/665&oldid=- (Version vom 6.8.2025)