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Abendmahl mit großer Beugung u. Hingenommenheit. In einigen Versen, die sie im Merz 1782 gemacht, u. die man nach ihrem Heimgang gefunden, heißt es:
- Mein Arzt, ich komm zu Dir
- Todtkrank an Leib u. Seele:
- Ach nimm mich u. curir
- Mit Deinem Schweiß u. Blut,
- Und mache rein u. gut
- Mein grundverdorbnes Herz,
- Das Dir zur Schmach u. Schmerz.
- O laß mir Schächers Gnad
- Tagtäglich widerfahren!
- So wenig er was hatt’,
- So gar nichts hab auch ich.
- Nichts hält ja auch sonst Stich,
- Nichts gilt, was es mag seyn,
- Als nur Dein Blut allein.
- Auch für mich Würmelein
- Hast Du es ja vergossen,
- Mein Herz so hart wie Stein
- War Dir doch nicht zu schlecht,
- Zu bös u. ungerecht;
- Du tilgtest meine Sünd
- Und nahmst mich an zum Kind.
Empfohlene Zitierweise:
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 663. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/669&oldid=- (Version vom 7.8.2025)
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 663. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/669&oldid=- (Version vom 7.8.2025)