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noch etwas aufgeschoben. Am 14 Sept. wurde sie von einer ausserordentlichen Schwäche überfallen, u. glaubte nun ihrem Ende ganz nahe zu seyn. Sie klagte einer ihrer vertrauten Schwestern, daß sie sich so schwach im Glauben fühle, sie solte mit ihr den Heiland bitten, daß Er ihr noch einen lebendigen Blick auf seine blutige Martergestalt schenken, u. ihr den Eindruck Seiner Leiden in ihrem Herzen erneuern wolle, damit ihr nicht noch in ihren lezten Tagen der Trost aus Seinem Tode entfallen möge. Sie wurde auf Seine Sünderliebe u. auf die Gerechtigkeit in Seinem Blute gewiesen; und ihr Schluß war der zutrauliche Seufzer: Du, Du bist meine Zuversicht alleine, sonst weiß ich keine. Am 17 Sept. bekam sie zu Mittag unvermuthet einen Schlagfluß, und bald darauf ging ihre Seele selig über in Jesu Arm u. Schoos, mit dem Segen der Gemeine u. ihres Chores, im 76tn Jahr ihres Alters.
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 666. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/672&oldid=- (Version vom 7.8.2025)