Seite:GN.A.250 Gemein-Nachrichten 1788,5.pdf/675

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

schon das gewöhnliche Meisterstück verfertigt, u. es war alles richtig, aber da fiel mir ein: Was willst du hier machen? so kommst du nicht nach Herrnhut. Ich packte sogleich mein Felleisen zusammen, u. ging nach Kirchheim an der Töck, wo ich schon einmal gewesen war, u. weil mirs unter den dasigen Erweckten gefiel, beschloß ich eine Zeit lang da zu bleiben. Bald nachher kamen der Ordinarius und die Brüder Martin Dober, Johann Nitschmann u. Micksch nach Kirchheim, blieben da über Nacht, u. ersterer hielt eine Versammlung. Ich kam mit Bruder Martin Dober zu reden, der mir bald das Herz nahm, aber nichts von Herrnhut sagte. Der Ordinarius kam dazu, u. sagte zu mir, ich solte dem lieben Heiland treu bleiben. Ich erkundigte mich, ob in Herrnhut etwas auf meiner Profession zu thun wäre, u. bekam zur Antwort, daß sich alles mit Spinnen nähren müßte. Ich dachte:

Empfohlene Zitierweise:
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 669. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/675&oldid=- (Version vom 7.8.2025)