Seite:GN.A.250 Gemein-Nachrichten 1788,5.pdf/686
Die große Neigung zur Wirthschaft, in die ich gut einpaßte, sonderlich da ich, wenn meine Eltern (wie öfters geschahe), nach Ober-Peile u. Herrnhut reisten, unterdessen alles zu besorgen hatte, unterdrückte diese Anforderung sehr, so daß ichs nicht gern hörte, wenn meine Eltern davon redeten, daß sie ihr Gut verkaufen, u. sich ein Haus in Ober-Peile bauen wolten. Einmal, da ich ganz allein zu Hause war, kam ein starkes Donnerwetter, so daß ich vor Angst nicht wußte, was ich machen solte, und mir fiel ein: Will dir der liebe Gott vielleicht etwas damit sagen! Ich fiel auf meine Knie, u. bat Ihn, Er wolle mich nur nicht von dem Wetter erschlagen werden lassen, ich wolte ja gern zur Gemeine ziehen. Dadurch wurde aber mein Herz doch noch nicht los. Endlich bat ich den Heiland kindlich, Er wolle mich doch selbst von alle dem losreissen, woran ich noch hinge. Und ich muß es Ihm zum Preise nachrühmen, Er, mein
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 680. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/686&oldid=- (Version vom 11.8.2025)