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Erbarmer, hat es gethan. Noch in der Ewigkeit werde ich Ihm meinen Sünderdank bringen für die viele Mühe, die Er auch in diesem Stück mit mir gehabt.

Anno 1744 d. 4 Jun. zog ich mit meinen Eltern nach Gnadenfrey, mit der Losung: „Ich will dich nicht verlassen, ich will dich nicht versäumen.“ Diese gnädige Verheissung ist auch an mir reichlich erfüllt worden; ich küsse die Hand, die so viel Barmherzigkeit an mich gewandt.

Da mich der Heiland in meinem Gang ausser der Gemeine vor groben Vergehungen bewahrt hatte, u. mir mein Grundverderben noch nicht so bekannt war, so glaubte ich das gröste Recht zu allen Gemeingnaden zu haben. Da ich aber lange darauf warten mußte, so wurde mir dieses zur Gelegenheit, mich in meinem Jammer u. Elend gründlich kennen zu lernen, u. ich wurde von allem vermeinten Gute ganz ausgezogen. Nun schrie ich zum Heiland um Barmherzigkeit, u. dachte: Ist auch wol noch Rath für

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 681. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/687&oldid=- (Version vom 13.8.2025)