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die Gnade jetziger Zeit, u. ließ sich das Werk Gottes sowol in ihrem Gebetsumgang mit dem Heiland, als durch werkthätiges Theilnehmen sehr am Herzen liegen. Vor 5 Jahren fing sie an zu kränkeln, u. hat seitdem an allerley Zufällen viel auszustehen gehabt. In ihrer Seele ging in dieser Zeit eine ganz besondere Gnadenschule vor. Sie erkannte mehr als je ihre gänzliche Nichtswürdigkeit, und daß nur allein Jesu Christi Gnade u. sein theures Verdienst sie täglich durchbringen u. im Glauben erhalten müsse. Auch ihre Schwächen u. Gebrechen, deren sie sich sowol in gesunden als kranken Tagen gar wohl bewußt war, machten sie gar öfters zu den Füssen Jesu weinen. Sie konte aber auch recht herzeinnehmend von der lebendigen Hofnung des ewigen Lebens, von dem neuen Jerusalem u. von den vollendeten Gerechten, womit
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 686. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/692&oldid=- (Version vom 13.8.2025)