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mächtig war, sehr schwer wurde. An seinem Herzen fing der heilige Geist bald eine gründliche Gnadenarbeit an, u. um seine selbst gewirkte u. erkämpfte eigne Gerechtigkeit blos zu stellen, führte Er ihn auf die heilsame Erkenntnis seines tiefen Verderbens, u. auf die Nothwendigkeit, alles, was zu unsrer Seelen Heil u. Seligkeit erforderlich ist, in Jesu Christo allein zu suchen, u. aus Seiner Gnadenfülle herzunehmen. Weil aber die irrigen Begriffe von demjenigen, was der Mensch auf seiner Seite beyzutragen habe, um seiner Seelen Seligkeit zu erlangen, tief bey ihm eingewurzelt waren: so war es keine leichte Sache, ihn darauf zu bringen, daß wir nur aus Gnaden selig werden, durch den Glauben, u. das nicht aus uns selbst, Gottes Gabe ist es. Unter diesen Umständen war ihm die Seelenpflege in seinem Chore zu besonderm Segen, u. der Spruch: „Laß dir an meiner Gnade genügen“ p.

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 696. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/702&oldid=- (Version vom 14.8.2025)