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freute. Gleichwol glaubten wir alle nicht, daß ihr Ende so gar nahe sey, weil durch die lange Gewohnheit ihre große Schwäche weniger auffallend war, und sie noch immer auf seyn, u. ihre Geschäfte gröstentheils wie sonst verrichten konte. Am 13 Nov. 1787 früh äusserte sie, in Erinnerung an die an diesem Tage gewöhnlichen Festversamlungen, den Gedanken, ob sie nicht wenigstens einer derselben beywohnen könte, da sie um ihrer Schwäche willen lange nicht auf dem Saal gewesen war. Zu Mittag speisete sie noch mit ihren Kindern, u. war dabey recht munter u. vergnügt. Allein gleich darauf, als sie sich eben nach ihrer Gewohnheit ein wenig legen wolte, überfiel sie plötzlich ein heftiger Blutsturz, welcher ihr seliges Ende so schnell beförderte, daß ich kaum Zeit hatte ihr den lezten Segen zu ihrer Heimfahrt zu ertheilen. Sie ist nun in Friede, u. ich danke dem Heiland bey allem Schmerz,
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 707. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/713&oldid=- (Version vom 15.8.2025)