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viel beytrugen, auf welche ich mich immer zum voraus freute. Sobald ich lesen konte, war die Passionsgeschichte mein liebstes Stück in der Bibel, u. ich vergoß dabey viele Thränen. Da einmal in meinem 7tn Jahre in der Kirche beym Abendmahl aus dem Liede gesungen wurde: Meinen Jesum laß ich nicht p. war ich ganz von der Liebe Jesu übernommen; und als es an den Vers kam: „Mein Gewissen stille dich, deine Handschrift ist zerrissen, Jesus, der so jämmerlich ward gemartert u. zerschmissen, der vertritt dich vor Gericht; meinen Jesum laß ich nicht“ – that ich einen solchen Blick auf den gemarterten Heiland, daß Herz u. Augen zerfloßen, ich konte kein Wort mehr mitsingen, sondern ging aus der Kirche heraus, legte mich auf mein Angesicht, weinte u. bat den Heiland, mich doch zu sich zu nehmen, daß ich ewig bey Ihm seyn könte, und war himmlisch

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 710. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/716&oldid=- (Version vom 15.8.2025)