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vergnügt u. selig. Nach einiger Zeit wurde ich von Leuten, die zuweilen in Abwesenheit der Eltern die Aufsicht über uns Kinder haben solten, sehr schändlich verführt, u. ich bekam Lust u. Neigung zu schlechten Sachen. Dabey war ich immer unruhig, konte u. wolte aber meinem Vater nichts davon sagen. Anno 1747 besuchte ich zum erstenmal in Gnadenfrey, wobey ich sehnlich wünschte, in der Gemeine wohnen zu können. 1748 bey einem abermaligen Besuch wurde ich sehr krank, u. mußte 6 Wochen in Peile bleiben. Da ich mich vor dem Tode fürchtete, so versprach ich dem Heilande, wenn ich wieder gesund würde, mich zu bekehren; suchte auch von der Zeit an, allen mir schädlichen Umgang zu meiden. 1749 ging ich das erstemal mit zum heiligen Abendmahl, wobey mich Freude u. Zittern anwandelte. Es war auch wirklich etwas an meinem Herzen geschehen, weil ich aber auf meine Beßerung selbst antrug, u.
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 711. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/717&oldid=- (Version vom 20.8.2025)