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nicht so schlecht wie ich war zum Heiland gehen wolte, so hatte ich ein ängstliches Leben, u. wurde von der Lust zur Sünde oft betrogen. Anno 1752 kam ich zum Organisten nach Prauß. Nun war ich aus meines Vaters Aufsicht, bekam alle mögliche Freyheit, u. gerieth in schlechte Gesellschaft, sezte mich über die Unruhe meines Herzens weg, u. kam endlich in grose Versündigung. Dieses dauerte 2 Jahre, dann wurde mir über meinen Zustand so angst u. bange, daß ichs nicht mehr ausstehen konte. Ich resolvirte mit Bewilligung meines Vaters von da wegzugehen, welches auch gegen alle Vorstellungen u. Versprechungen äusserlicher Vortheile geschahe. Ich besuchte gleich wieder in Gnadenfrey, u. hielt mit vielen Bitten um die Erlaubnis zur Gemeine an. Es wurde mir aber mein Wunsch nicht gewährt. In der Welt getraute ich mich nicht, ohne in mehrere Versündigungen zu fallen, durchzukommen,

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 712. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/718&oldid=- (Version vom 20.8.2025)