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u. meinen elenden Zustand konte ich keinem Bruder offenbaren. Ich fing an, gegen das in mir liegende Verderben zu kämpfen, u. hatte ein erbärmlich geplagtes Leben. Im Aug. 1754 zog ich nach Nieder-Peile, wo ich bey Bruder Sich die Weberey erlernte. Ich bekam Erlaubnis in die Gesellschaften u. Chor-Viertelstunden der Knaben mitzu gehen. Da geschah es dann, daß ein Jüngling aus meiner Gesellschaft von der Gemeine weggeschickt wurde, worüber sich der Bruder, der unsre Gesellschaft hielt, so äusserte: „Derselbe sey wirklich ehedem vom Heiland kräftig in seinem Herzen angefaßt gewesen, er habe sich aber kleine Untreuen u. Abweichungen selbst zu gute gehalten, da es dann immer weiter gegangen sey, und weil er damit versteckt gewesen, so habe die Sünde Macht über ihn bekommen, daß er als ein schädlicher Rebe hätte müssen weggethan werden.“ Dieses fuhr mir
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 713. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/719&oldid=- (Version vom 20.8.2025)