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In gesunden Tagen machte sie sich alle Predigten, Versamlungen u. Abendmahls-Tage zu Nutze, u. war wie ein fleißiges Bienlein, das immer seine Nahrung sucht. Aber wenn eine neue Anwandlung ihrer Krankheit kam, so ward sie schwachgläubig, klagte, daß ihr Herz nicht recht mit dem Heiland stünde, u. wagte nicht zum heiligen Abendmahl zu gehen. Ihre lezte Krankheit fing sich bald nach Ostern an, und da wir zu Anfang des May unser Abendmahl hatten, so war ihr Gemüth schon so schwach, daß sie zurückblieb; doch ging sie noch immer in die Kirche, kam auch bisweilen in unsre Versamlungen. Als wir nun im August abermal unser Abendmahl hatten, u. sie noch tiefer in Traurigkeit versunken war: so segnete der liebe Heiland mein herzliches Zureden dergestalt, daß sie mit vielen Thränen erkannte u. bekannte, daß sie durch ihren Unglauben an ihrem treuen Jesu sich sehr versündigt hätte. Sie bat uns mit Thränen ab, daß sie unsern

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 722. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/728&oldid=- (Version vom 21.8.2025)