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liebreichen Ermahnungen nicht Gehör gegeben, u. sagte sie hätte nun Erlaubnis mit den Geschwistern zum heiligen Abendmahl zu gehen. Sie war dabey so sünderhaft, daß wir uns alle über sie freuten. Aber nun war auch auf einmal ihr Lauf zu Ende; denn in der gleich darauf folgenden Nacht rührte sie ein Schlagfluß, welcher ihr Sinnen u. Gedanken u. Sprache benahm. Wir dankten dem Heiland, daß Er sie unmittelbar nach der lieblichen Gnadenstunde, in welcher sie sich aufs heilige Abendmahl gefreut hatte, von allem Bewußtseyn ihrer Krankheit frey gemacht hatte. Nach einigen Tagen entschlief sie.

D. 7 Oct. ging die Witwe Anna Maria Steglichin selig zum Heiland. In den lezten Tagen vor ihrem Verscheiden ging etwas besonderes mit ihr vor. Da sie sonst immer von wenig Worten war, so fing sie nun an, gegen alle, die zu ihr kamen, Herzdurchdringende Zeugnisse

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 723. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/729&oldid=- (Version vom 21.8.2025)