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vom Heiland u. von der Gnade in seinem Blute abzulegen, so daß die Zuhörer davon ganz übernommen waren. Ihr Leichentext, den sie sich selbst ausgebeten, waren die Worte: Ich hang’ u. bleib auch hangen an Christo als ein Glied, wo mein Haupt hin ist gangen, da nimmt es mich auch mit.
D. 16tn ging die verheiratete Schwester Anna Rosina Wobstin selig heim. Ich habe es noch in lebhafter Erinnerung, daß ich vor 30 Jahren, als ich in Amtsgeschäften nach Ringenhayn ging, sie unterwegens auf einem Berge fand, da sie auf einem Steine saß, u. jämmerlich weinte. Ich grüßte sie, u. fragte, was ihr fehlte. Sie sagte: es fehlt mir weiter nichts, als daß ich eine sehr große Sünderin bin, ich weine um die Gnade Jesu u. um die Vergebung meiner Sünden. Nach der Zeit verlor sich diese Bekümmernis, u. sie schlief wieder ein. Aber sie wurde aufs neue erweckt, u. zwar durch ihren noch lebenden Sohn. Seit
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 724. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/730&oldid=- (Version vom 21.8.2025)