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Gott Lob! auch dieser Wunsch ist nun erhört. Die Geschichte dieser armen Sünderin hat mir den Spruch Pauli: „Wenn wir gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtiget, daß wir nicht samt der Welt verdammt werden“ – auf eine ganz besondere, aber auch sehr tröstliche Weise ins Licht gestellt.
Am 2 Febr. baten sich die Witwen eine Chorrede aus; und obgleich recht rauhes Winterwetter war, so kamen sie doch meist alle zusammen, u. erquickten sich an dem herrlichen Troste der heutigen Texte. D. 18tn wurde ein Mann Namens Johann Gottfried Wolf, begraben. Viele widrige Schicksale hatten ihn zur Erkenntnis gebracht. Seine lezte Worte waren: Wer sich legt in Jesu Wunden, der hat glücklich überwunden.
An unserm Abendmahlstage d. 21tn nahm der Heiland unsern Bruder Johann Gottfried Lehmann zu sich. Er hatte sich jederzeit eines unbescholtenen Wandels beflißen, u. sein Christenthum, nach
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 735. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/741&oldid=- (Version vom 23.8.2025)