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dir noch viel mehr abzubitten, daß ich bey deiner Krankheit oft ungeduldig worden bin, u. mich an dir versündigt habe! Da sagte er: Was du versehen hast, das hab ich dir alles vergeben; wenn ich nur Vergebung hätte über alles, womit ich mich an dir versündigt habe! Da sie so mit einander redeten, brach mir das Herz über sie beyde, u. ich sprach: „Ich freue mich, daß ich kommen bin, u. sehe, wie herzlich ihr einander alles vergeben habt. Der liebe Heiland hat uns den großen Trost gegeben, wenn wir einander von Herzen vergeben, so will der himmlische Vater uns unsre Sündenschuld auch vergeben. Wir sollen mit gläubiger Zuversicht bitten: vergib uns unsre Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern.“ Auf dieses Wort ging eine ausserordentliche Veränderung bey dem Kranken vor; er sagte mit ganz aufgeheitertem Blicke: Ach nun bin ich völlig beruhigt: nun komm, mein lieber Heiland,

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: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 739. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/745&oldid=- (Version vom 23.8.2025)