Seite:GN.A.250 Gemein-Nachrichten 1788,5.pdf/773

Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

D. 26tn sagte der Helfer Bruder Gabriel in der Frühstunde unter andern: Meine Geschwister, wenn ich zu euch reden soll, so fühle ich mich sehr arm, u. habe nicht viel Worte. Weil mich aber der liebe Heiland als den Aermsten u. schlechtesten erwehlet hat, daß ich zu euch reden soll; so weiß ich auch nichts anders zu sagen, als von Seiner großen Liebe u. Barmherzigkeit. Er ist immer sehr barmherzig u. gnädig gegen alle Arme u. Elende, wenn sie zu Ihm kommen. Wenn ich als ein Armer zu Ihm gehe, u. Ihm meine Fehler bekenne, so tröstet Er mich. Wir haben keinen andern Trost u. keinen andern Arzt, der uns von unsern Sünden heilen kan, als Ihn, seine Wunden u. seinen Tod u. Leiden, und dieses ists, was uns allein selig u. vergnügt machen kan u. s. w.

D. 2 Febr. feyerten die Witwen ihr Chorfest im Segen, wozu jedoch wegen der stürmischen Witterung von den auswärtigen Plätzen viele nicht herkommen

Empfohlene Zitierweise:
: Gemein-Nachrichten - Beylagen I-IV 1788,5. , Herrnhut 1788, Seite 767. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:GN.A.250_Gemein-Nachrichten_1788,5.pdf/773&oldid=- (Version vom 29.8.2025)